pilot in the cockpit

Geschichten

Von unseren Kunden und Mitarbeitern

Seit unseren Anfängen im Outback Queenslands in 1920 sind sehr viele Menschen aus Australien und der Welt Teil unserer Entwicklung geworden. Ob herzzerreißend oder historisch, inspirierend oder außergewöhnlich, ihre Geschichten tragen dazu bei, den Spirit of Australie von heute zu begründen.

Wir danken unseren Kunden und unseren Mitarbeitern dafür, mit uns gemeinsam unser Jubiläum zu feiern.  Hier erfahren Sie mehr über unsere nächsten 100 Jahre.      

Matt Dower, QantasLink pilot standing next to a Dash 8 aircraft

Ich habe schon immer davon geträumt, Qantas-Pilot zu werden, seit ich denken kann.

- Matt Dower, QantasLink Pilot

"Ein Weihnachten, das ich niemals vergessen werde.“ - Marita Wilkinson

Engel des Outbacks

Nichts geht über die Freiheit des Fliegens. In einer Zeit, als Frauen nur begrenzte Möglichkeiten hatten, wuchs eine über alle anderen hinaus und eroberte den Platz, an dem sie sich wirklich frei fühlte. Diese Frau war Nancy-Bird Walton.

Die Pionierin war 18 Jahre alt, als sie 1933 ihre Pilotenlizenz erwarb, ein Flugzeug kaufte und dann innerhalb von New South Wales flog. Die Schülerin des gefeierten Fliegers Charles Kingsford Smith verfolgte mutig und entschlossen ihre Ziele.

Nancy war nicht nur für Frauen eine Pionierin, sondern für jedermann. Wer kann schon von sich behaupten, eine eigene Fluggesellschaft betrieben, einen Rettungsdienst im Outback aufgebaut und eine entscheidende Rolle als Freiwillige im Zweiten Weltkrieg gespielt zu haben? Nancy war für ihre Großzügigkeit bekannt und wurde wegen ihrer Arbeit beim Far Western Children's Health Service häufig als "Engel des Outbacks“ bezeichnet.

Und ganz egal wie viele Passagiere überrascht ausriefen: "Oh Gott, es ist eine Frau!“, wenn sie aus dem Cockpit sprang, ihre Liebe fürs Fliegen ohne Grenzen behielt sie bis ins stolze Alter von 93 Jahren.

Wir sind stolz darauf, dass unser erster A380 nach dieser inspirierenden Fliegerlegende benannt ist.

- Nancy-Bird Walton, Aviation pioneer

In den Fußstapfen der Familie

In Familien werden Gene, Werte und manchmal sogar Karrieren weitergegeben. Für Tom Abbott war von Anfang an klar, wo er seinen Lebensunterhalt verdienen würde. Er würde auf jeden Fall bei Qantas landen. Mehrere seiner Familienmitglieder arbeiteten für die Fluggesellschaft und ihre Geschichten faszinierten ihn. Es ist also nicht wirklich überraschend, dass er in ihre Fußstapfen trat.

Alles begann in den 1960er Jahren, als Toms Onkel als Laufjunge für einen der Gründer von Qantas, Hudson Fysh, arbeitete. Er übernahm die unterschiedlichsten Aufgaben – zum Beispiel befüllte er das Tintenfass auf Fyshs Schreibtisch – und arbeitete schließlich für die Flugplanung bei Qantas.

Auch Toms Mutter arbeitete im „Familienunternehmen“; sie war in den 1970er Jahren bei Qantas Flugbegleiterin auf Langstreckenflügen. Eine ihrer Lieblingserinnerungen waren die Niedrigflüge über die Antarktis mit der 747. Darüber hinaus war sie Brautjungfer bei der ersten von Dick Smith und Ted Noffs ausgerichteten Hochzeit während eines Flugs über die Antarktis.

Toms Leidenschaft fürs Fliegen begann, als er während seiner Kindheit die Dash 8 von Qantas beim Anflug auf den Flughafen Armidale beobachtete. Nach seiner Pilotenausbildung arbeitete er zunächst als GA-Charterpilot in Longreach in Queensland. Tom liebte es, mit seinem Fahrrad direkt unter dem Heck der historischen 747 von Qantas hindurch zur Arbeit zu fahren. Die Qantas-Flugzeuge jeden Tag nur zu sehen, inspirierte ihn immer wieder. Heute fliegt Tom die Dash 8 in Armidale und liebt es, dass Menschen dank ihm durch die ganze Welt reisen können. 

- Tom Abbott, Pilot

Unser visionärer Veteran

Ein echter Visionär glaubt nicht nur, dass das Unmögliche getan werden kann, sondern dass es getan werden muss. Als W. Hudson Fysh und Paul McGinness 1919 das erste Mal für einen Auftrag durch das Outback reisten und sahen, wie isoliert und beschwerlich die Menschen dort lebten, war ihnen sofort klar, wie sehr Australiens entlegene Kommunen von einem Flugservice profitieren könnten. Auch wenn ihre Idee damals ein Ding der Unmöglichkeit zu sein schien, waren sie fest entschlossen, sie umzusetzen.

Ihr Auftraggeber, das Verteidigungsministerium, hatte Fysh und McGinness damit beauftragt, ein Flugrennen zwischen Longreach in Queensland und Katherine im Northern Territory zu überwachen. Sie legten in 51 Tagen mehr als 2.179 km in einem Modell T von Ford zurück und deponierten unterwegs Vorräte für die Teilnehmer.

Mit Vorstellungskraft und Entschlossenheit entwickelten die beiden Kriegsveteranen auf den staubigen unbefestigten Straßen langsam die Idee von Qantas.

Fysh schrieb später: „Wir waren davon überzeugt, dass Flugzeuge irgendwann eine wichtige Rolle beim Transport von Post, Passagieren und Fracht zu den wenig besiedelten und quasi straßenlosen Gebieten des westlichen und nördlichen Queensland und Nordaustraliens spielen würden.“

Fysh konnte gar nicht ahnen, wie wichtig dieser Flugservice werden würde.

- Hudson Fysh, Qantas founder

"Ich fuhr jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit, direkt unter dem Heck der Qantas 747.“ - Tom Abbot, Pilot

Verwüstung in Darwin

Während sich der Rest Australiens auf die Weihnachtsfeiertage freute, bereitete sich Darwin auf eine Katastrophe vor. Am 25. Dezember 1974 verwüstete der Wirbelsturm Tracy die Stadt.

Marita Wilkinson war eine von vielen Qantas-Mitarbeitern, die sofort aktiv wurden und den verzweifelten Einwohnern von Darwin zu Hilfe eilten. Nach einem nationalen Aufruf bestieg Marita mit vielen anderen engagierten Teammitgliedern die erste 747, die Katastrophenhilfe leistete. Sie war damals eine junge Krankenschwester in der Krankenabteilung der Mascot Jet Base und half in Darwin bei der Versorgung und Evakuierung von Verletzten.

Marita erinnert sich noch, dass die Maschine mit über 600 Menschen so voll war, dass einige Passagiere sich ihre Sitze teilten. Trotz der tragischen Umstände zeigten die Fürsorge und das Mitgefühl von Marita und den Ersthelfern, wie der Spirit of Australia die Menschen in Zeiten der Not unterstützt. 

- Marita Wilkinson

Zum Fliegen geboren

Seinen ersten Flug vergisst man nie. Rosemary Unwins Erinnerungen an diesen besonderen Augenblick sind jedoch etwas unscharf.

1936 entdeckte Rosemary ihre Liebe zum Fliegen etwas früher als die meisten. Auf ihrem ersten Flug mit ihrer Mutter Joyce Richardson und ihrem älteren Bruder Edwin war Rosemary noch nicht einmal drei Monate alt. Damals schaffte es Rosemary als jüngste Qantas-Passagierin aller Zeiten sogar in die Nachrichten.

Rosemarys Liebe gilt immer noch dem Reisen und so mancher behauptet, sie fliege so oft und selbstverständlich mit Qantas, als würde sie einen Bus nehmen. 

- Rosemary Unwin, Qantas Passagierin

Ein Beweis dafür, dass Träume wahr werden

Wenn man seine Träume verfolgt, werden sie vielleicht wahr. Christopher Marchioro weiß das besser, als jeder andere. Seit Christopher im Jahr 2009 zum ersten Mal eine brandneue Maschine des Typs A380 betreten hatte, träumte er davon, bei Qantas zu arbeiten.

Als Christopher sich mit nur 13 Jahren zum ersten Mal auf den Weg nach Europa machte, war er nicht nur davon begeistert, die Welt zu entdecken, er freute sich auch, die Welt des Fliegens kennenzulernen. In diesem Moment beschloss Christopher, dass er an Bord des A380 arbeiten wollte. Er fühlte sich dort einfach wie zu Hause. Kurz vor dem Einsteigen fotografierte er das Flugzeug mit dem Namen Paul McGinness, um es für immer in Erinnerung zu behalten.

Neun Jahre später begann Chris als Mitglied des Kabinenpersonals in seinem Traumjob bei Qantas zu arbeiten. Als er an Bord seines ersten Fluges nach Dubai ging, sah er, dass das Flugzeug genauso hieß wie das, das ihn und seine Träume vor so vielen Jahren nach Europa gebracht hatte: Paul McGinness. Manche Dinge sind einfach vorbestimmt.

Christopher Marchioro, Kabinenpersonals